Arendonk » Geschiedenis Landbouw
Die ältesten Einwohner kehren zu ihren Ursprüngen zurück und betreiben für ihren Lebensabend Landwirtschaft und Viehzucht.
Die Landwirtschaft umfasst:
Hornvieh, Ziegen, Schweine und Schafe. Das Hornvieh wird auf gemeinschaftlichen Wiesen gehalten, welche aus Naturwiesen und Heideflächen bestanden. Neben der Viehzucht trifft man auch auf Geflügel wie Hühner und Gänse.
Zur Zeit des fränkischen Systems wird der Boden gemeinschaftlich bearbeitet in dreijährlichen Aussähungen. Daher Driesakkers oder Driessen genannt. Roggen ist das am meisten ausgebreitete Getreide. Roggen kann sich gut am kempischen Sandboden anpassen. Hafer dient als Futter für die Zugtiere wie Pferde, Ochsen und auch Kühe. Gerste ist für die Bierbrauereien. Es existiert ebenfalls eine große Bohnenernte, Bohnen sind mit Brot und Schweinefleisch (mit Jagd- und Fischeinnahmen) die Haupternährungsquelle der Bevölkerung.. Im 13ten Jahrhundert breitet sich Rapsanpflanzung aus. Im 15ten Jahrhundert wurde auch Flachs angebaut für die Tijkweberei.
1600-1800:
Im 18ten Jahrhundert entwickelt sich der Stumpfhandel. Diese Industrie braucht eine große Menge Wolle, daher ist die Wolleinnahme eine lohnende Beschäftigung. Um diese Wolle vermehrt sich die Anzahl der Schafe. Die Herden grasen auf der Heide, wo das Futter in Überfluss vorhanden und dazu gratis ist. Das Abbauen neuer Ländereien verlangt viele und kräftige Düngemittel, diese findet der Landwirt im Kot seiner Herde. Es gab in Arendonk mal 35 Schafherden. |