Arendonk » Geschiedenis Politiek
Im 16ten Jahrhundert werden wir Zeuge einer vollkommenen Änderung, sowohl kirchlichen, als auch auf staatlichem Gebiet. Luther, Calvin und Andere stellen sich als Feinde der Kirche des Papstes gegenüber. Durch ihren ketzerischen Abfall untergruben sie den Heiligen Glauben. Und durch die Hetze sähten sie Streit und Zwietracht, die zu blutigen Aufruhren führten, und die gesellschaftliche Werte wie Sitte, Autorität und Eigentum zerschlugen. In all den betroffenen Regionen kommt es zu einem Machtwechsel, wobei dem Volk immer mehr zugestanden wurde (Mitspracherecht).
Obwohl die Ketzerei nur einen geringen Teil der Bevölkerung infizierte, riß sie in den Staaten doch fast alle Kirchen an sich. Andauernde Unterdrückung, Verletzung des Gottesfriedens, erneuter Bildersturm mit Plünderungen auch in den Grenzdörfern von flämisch Brabant. In der Kempen, oder wo auch immer sich die meisten Kampfhandlungen abspielten, herrschte Misere. Die Kempenregion leidet all die Jahre unter durchmarschierenden Truppen, spanische und staatliche, Kriegsbanden unter Requesens (1572), sowie unter Freischärler und Vagabunden; es gibt kein Dorf, dass nicht unter Feuer, Krankheit, Plünderung oder andere Plagen leiden mußte.
Über Arendonk wird in all den Jahren nichts wesentliches vermerkt. Die „Vrijheid“ sowie die ganze Kempenregion lebt mit den Konsequenzen des Krieges: Hohe Besteuerung, der 100°-20°-10° Penning, die in den Niederlanden eine schwarze Spur hinterlässt.
Cfr. L. Coveliers, Pfarrer von Arendonk, Autor des Buches ‘Beschreibung von Arendonk’. |